Im Rahmen des Confluence Community Day 2009 am 29. Oktober in Frankfurt/Main wurde ich gebeten, etwas zu den Potenzialen von Enterprise 2.0 zu sagen. Enterprise 2.0 ist als Begriff jetzt drei Jahre alt und wird heute als Thema in vielen Unternehmen diskutiert. In einigen Unternehmen wird damit experimentiert und in anderen hat es schon eine breite Akzeptanz gefunden. Aber noch längst sieht nicht jede Führungskraft ein, dass Enterprise 2.0 entscheidend für den Unternehmenserfolg ist. Daher geht es jetzt darum, den Nutzen nachzuweisen und aufzuzeigen, welche “echten” Probleme man mit Enterprise 2.0 lösen kann. Ein großes Potenzial liegt in der Chance, betriebliche Anwendungen zu gestalten, die entweder die vorhandenen Lösungen einer “1.0-Welt” systematisch erweiteren oder, die es einem erlauben, “Dinge zu machen”, die man bislang nicht realisieren konnte. Was das sein könnte? Wissensmanagement, Projektarbeit und Projektmanagement, betriebliches Vorschlagswesen und Innovationsmanagement, Kundenintegration und Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterbindung – und zufriedenheit, Personalentwicklung, Qualifizierung, Unternehmensplanung und Strategieentwicklung, Change Management, Führung. Die Liste an betrieblichen Anwendungen könnte man sicher noch verlängern. Alleine unser Denken, das noch zu häufig in den Mustern der “1.0-Welt” stattfindet, schränkt die Kreativität (noch) ein. Bislang stand beim IT-Einsatz in den Unternehmen vor allem die Automation von Transaktionen und die Optimierung von Geschäftsprozessen im Mittelpunkt. Bei Enterprise 2.0 geht es nun vor allem um Kollaboration und Partizipation. Ziel einer erfolgreichen Einführung muss es daher sein, bisher nicht vorhandene Verbindungen im Unternehmen, aber auch mit Kunden und Partnern zu ermöglichen, um „unwahrscheinliche Kommunikation wahrscheinlich“ zu machen und einzelnen Akteuren eine Stimme zu geben. Andrew McAfee hat gerade einen Beitrag mit dem Titel “Colonizing the Outer
Im Rahmen der E-Learning Roadshow, veranstaltet vom Deutschsprachigen Netzwerk der E-Learning Akteure D-ELAN e.V. und dem Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr NEG bei der IHK in Stuttgart am 09. Juli 2009 dufte ich über unsere Erfahrungen aus dem LERNET 2.0-Projekt berichten. Der Vortrag dazu im folgenden zum „Durchblättern“: Der Vortrag wurde auch aufgezeichnet, allerdings mit eingeschränkter Tonqualität. Den Podcast dazu findet man im Anhang. Am Ende des Vortrages wird ein 2-Minuten-mp3 file “Millionenklage” des österreichischen Radios verwendet, den ich hier extra nochmals zitieren und verlinken möchte. Obwohl sein Inhalt das Generationsproblem von Web 2.0 vorführt, muss man dabei einfach schmunzeln. Nach dem Vortrag wurden Fragen gestellt, die ich hier kurz beantworten möchte: Wie organisiert man eine gemeinsame Wissensbasis in einem Projekt z.B. in delicious, wenn jeder der Projektteilnehmer bereits eigene Wissensbasen bzw. Bookmarking-Dienste nutzt? Wir legen zunächst für jedes Projekt eine Wissensbasis an, um sicherzustellen, dass projektbezogene Inhalte von allen Projektbeteiligten sehr schnell gefunden werden. Die Nutzung von persönlichen Bookmarks für Projekt-Wissensdepots geschieht in aller Regel auf zwei Wegen, die Bookmarking-Dienste auch als Funktionen anbieten: 1. Teilen (Sharen) einzelner, empfohlener und geeigneter Inhaltequellen. Bookmarks von Personen, die inhaltlich in den Projektkontext passen, werden in das eigene Wissens-Netzwerk aufgenommen, indem man sie „sichert“. 2. Die Verschlagwortung (Tagging) und Kategoriesierung ermöglichen, die Inhalte projektunabhängig auch in anderen Projekten und für völlig andere Zwecke weiter zu verwerten z.B. zur Aufnahme in die Lernplattform, ins Wiki, in einen Produktkatalog. Wie entscheidet man, welche Anwendung wird intern und welche extern eingesetzt? Das ist sicher eine der Gretchen-Fragen des Web 2.0. Die Offenheit von Web 2.0 Anwendungen lässt (leider) fast immer beid
In der letzten Woche fand an der Universität Stuttgart am Lehrstuhl für Organisation ein Workshop zum Thema “Enterprise 2.0″ statt. Das Publikumsinteresse war sehr hoch, der Orga-Workshop war ausgebucht und viele Vertreter aus Unternehmen haben den Weg an die Uni gefunden. Nach Praxisbeispielen von Festo, Daimler und Communardo hatte ich die Aufgabe, etwas über die Zukunftschancen dieses Themas zu nachzudenken. Die Präsentation ist unten eingebettet. Da ich nur 30 Minuten Zeit hatte musste ich mich auf wenige Punkte fokussieren. Enterprise 2.0 befindet sich in den Unternehmen noch in einer frühen Phase der Umsetzung. Einige Unternehmen experimentieren mit dem Thema und es gibt auch erste durchaus positive Einsatzerfahrungen. Die große Menge der Unternehmen, insbesondere solche außerhalb der IT-Branche, ist aber noch dabei herauszufinden, ob sich ein intensiverer Einstieg in dieses Thema (”Ein Wiki haben wir ja schon”) lohnt. Die Themen, die ich für meinen Vortrag ausgewählt hatte, waren: Die Nutzung von Web 2.0-Werkzeugen im Unternehmenskontext zielt nicht mehr wie der IT-Einsatz bislang vorrangig auf die Automatisierung von Transaktionen ab, sondern ermöglicht neue Potentiale für Kollaboration und Partizipation. Was können diese Werkzeuge? Was kann ich im Unternehmen damit anfangen? Diese Fragen von Praktikern zeigen, dass es notwendig ist, sich mit konkreten Einsatzfeldern zu beschäftigen. Dazu kann man vier Anwendungsklassen unterscheiden: Identitäts- und Netzwerkmanagement, Informationsmanagement, Kommunikationsmanagement und Kooperationsmanagement. Im Vergleich mit der prozessorientierten IT haben diese Werkzeuge aus organisatorischer Sicht einen stark “emergenten” Charakter. Rollen, Regeln und Nutzungsstrukturen werden nicht vorgegeben, sondern entstehen über die Zeit. Es gibt große Freiheiten bei der Nutzung von Web 2.0-Werkzeugen, und gerade diese Freiheiten sind sowohl Chance als auch Risiko. Durch diese Emergenz (hoffent
Web 2.0 entwickelt sich weiter. Trends im Jahr 2009 sind neuartige Lösungen auf Basis von strukturierten Daten, Echtzeit-Anwendungen und verbesserte Filtermöglichkeiten. Den Beitrag dazu findet man hier: Web 3.0 or Not, There's Something Different About 2009
Mass communication is a phrase that’s been re-defined over the centuries, as tools to transfer what people think, what they want and how they feel have developed with human progress. Cave paintings, language, stone indentations, the written word, the printing press, the gramophone, the telephone, cinema, radio, television, computers – and now the Internet. But the Internet, and the software that runs on it, is a fundamentally different form of communication. Within a few years we’ve stopped being pas
Länge des Videos: 01:13:06 30 Minuten Vortrag + Diskussion Andrew McAfee stellt anhand des Kontaktnetzwerkes eines Wissenarbeiters exemplarisch vor, wie Web 2.0-Lösungen wertschöpfend eingesetzt werden können. Seine Hypothese ist, dass bislang vor allem die unmittelbaren Kontakte unterstützt werden (z.B. durch Wikis), das große Potential aber in den schwachen und den potentiellen Kontakten liegt. In der Diskussion geht er neben vielen Themen auch auf die Frage der Informationssicherheit von soz
Heute wurde der zweite Teil der Präsentation “Wissensmanagement im Enterprise 2.0″ veröffentlicht. “Die Endeckung des Menschen” ist die Botschaft. Die Präsentation zeigt, wie Social Software eingesetzt werden kann, sowohl Inhalte untereinander als auch Inhalte mit Menschen, vor allem aber Menschen miteinander zu verküpfen. In der Lerntheorie wird findet der Konnektivismus, eine Theorie zur Verknüpfung von spezialisierten Information in Netzwerken, zunehmend Aufmerksamkeit. Gerade Unternehmen, die mit sich ständig ändern Umwelt- und Inweltverhältnisse leben müssen wird es erfolgsentscheidend sein, die Verküpfungen im Netzwerk gezielt mit Web 2.0-Werkzeugen zu unterstützen und zu gestalten. Die Konnektivismus-Theorie von George Siemens aus dem Jahr 2004 ist also auch für Organisatoren und Führungskräfte interessant. Die Spannung für den dritten Teil bleibt bestehen. “Web 2.0 endet und Enterprise 2.0 betritt die Bühne” zeigt an, worum es darin gehen wird. Immer wenn Menschen in Organisationen zielgerichtet zusammenarbeiten geht es vor allem um die richtigen organisatorischen, technischen und kulturellen Rahmenbedingungen. Ich hoffen, Simone Happ und Frank Wolf lassen uns nicht zu lange auf den dritten Teil warten. Hinzufügen bei ...